HANDPUPPE HB1 VON HANS BROCKHAGE
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HANDPUPPE

»HB1« VON

HANS BROCKHAGE

Die aus Buchenholz gedrechselte Handpuppe »HB1« – unverwechselbar
in ihrem schlichten, zeitlosen Design und geprägt vom Geist des
Bauhauses der 20er Jahre – ist das erste produzierte Replikat aus der
Serie der Handpuppen von Hans Brockhage.

DIE FRÜHEN JAHRE. MART STAM, DAS INSTITUT UND DIE SAMMLUNG INDUSTRIELLE GESTALTUNG

Ausstellung im Museum der Dinge vom 25. März 2021

bis Montag, 30. August 2021

Die Ausstellung „die frühen jahre. mart stam, das institut und die sammlung industrielle gestaltung“ widmet sich der Aufbruchsphase der industriellen Gestaltungskultur in der DDR und insbesondere dem dortigen Engagement des niederländischen Architekten Mart Stam für eine konsequente Modernisierung der Produktwelt.

Das von Stam 1950 an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee gegründete Institut für industrielle Gestaltung prägte das ostdeutsche Design nachhaltig. Alltagsgegenstände sollten sowohl funktionsgerecht gestaltet, industriell herstellbar sowie von hoher Qualität sein. Die Ansätze Mart Stams und seines Kreises bestechen dabei durch eine an der funktionalistischen Tradition orientierte Klarheit. 

Das kurzzeitige, jedoch nachhaltige Wirken Mart Stams an der Berliner Hochschule stand unter ungünstigen Vorzeichen. Seitens der SED-gelenkten Kulturpolitik der DDR sah sich Stam – als Verfechter der modernen Form in der Bauhaus-Tradition – schon bald mit dem Vorwurf des "Formalismus" konfrontiert. Mitte 1952 wurde er seines Postens als Institutsleiter enthoben und verließ kurze Zeit später die DDR.

Die Einrichtung wurde im selben Jahr unbenannt in Institut für angewandte Kunst und darauf ausgerichtet, den verordneten Prinzipien der so genannten „nationalen Tradition“ zu folgen und vorrangig kunsthandwerkliche Arbeiten mit Dekorschmuck zu propagieren und zu fördern. Die von Stam und seinen Kolleg*innen angestoßene Entwicklung moderner serieller Industrieerzeugnisse war aber nicht rückgängig zu machen, Ende der 1950er Jahre rückte die industrielle Gestaltung wieder ins Zentrum des kulturpolitischen Interesses.

Erstmals in diesem Umfang und thematischen Kontext zeigt die Ausstellung kaum bekannte Entwurfszeichnungen, Modelle und Produkte aus jener Aufbruchsphase des ostdeutschen Designs: Entwürfe für verschiedene Produkte aus Steingut, Porzellan und Glas, Leuchten, Spielmittel und andere Haushaltsgegenstände, darunter Originalskizzen von Mart Stam und dessen Mitarbeiter*innen am Institut wie Marianne Brandt und Max Gebhard. Das Umfeld, der zeitliche Kontext und die Verflechtungen des Instituts für industrielle Gestaltung mit der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin-Weißensee werden sichtbar gemacht mit Objekten von Architekt*innen und Gestalter*innen wie Selman Selmanagić, Rudolf Vogenauer, Margarete Jahny sowie mit Dokumenten zum Bau der Stalinallee.

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Handpuppen_Hans_Brockhage_Studium_Web.jp
Archiv_Hans_Brockhage_Puppenserie_Fotomo

​Fotomontage: Hajo Rose (1949 und 1953 Dozent für Gebrauchsgrafik und
Schrift an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden)
www.bauhaus100.de/das-bauhaus/koepfe/studierende/hajo-rose/

»Das Spielen ist im Leben des Kindes sehr wichtig. Ermöglicht es doch, aus sich heraus zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. So beginnt die Erziehung eines künftig
schaffenden Menschen beim Spiel.«

Hans Brockhage, Diplomarbeit 1952

DIALOG DER KULTUREN

​​​Durch das ATELIER HANS BROCKHAGE erfährt die Idee des einstigen jungen Formgestalters, der bereits mit seinem »Schaukelwagen« international

Design-Geschichte schrieb, ihre Renaissance:

Genau 10 Jahre nach dem Tod ihres Schöpfers wird

die Handpuppe »HB1« in Serie produziert.

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Jede Handpuppe »HB1« ist ein Unikat

​​Jede Handpuppe »HB1« ist ein aus Naturmaterialien gefertigtes Unikat: Das Gesicht ist handbemalt, das Baumwollkleidchen im Siebdruck gestaltet und handgenäht, der Kopf mit hochwertigem Ziegenhaar versehen. Abweichungen in Farbe und Struktur können auftreten und unterstreichen die Einzigartigkeit jeder Handpuppe »HB1« von Hans Brockhage.

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